High-Tech meets High-Touch: Die Dienstleistungswende als Chance für die Wertschöpfung und Beschäftigung der Zukunft – ein Positionspapier ganz im Sinne von bi.smart

Die Dienstleistungswende ist in vollem Gange. Mit einem weltweit prognostizierten Wachstum von 31% zwischen 2019 und 2025 nimmt der Dienstleistungsmarkt eine immer bedeutendere Rolle ein (Western Union Company 2020). Während neue Technologien und Geschäftsmodelle der Datenökonomie den Wandel bereits einleiten, wird er durch externe Faktoren wie die COVID-19 Pandemie beschleunigt. Die vorherrschende Wertschöpfung steht damit in Frage – und ihre Zukunft vor neuen Herausforderungen.

 Gerade jetzt bedarf es in der deutschen Wirtschaft neuer Perspektiven auf Produktion, Dienstleistung und Arbeit – zu diesem Ergebnis kommt das Projekt DL2030 in seinem Positionspapier zur deutschen Dienstleistungsforschung. Auch unser Forschungsprojekt bi.smart will durch seine integrierte Perspektive auf Produkt- und Dienstleistungsentwicklung zu dieser Dienstleistungswende beitragen.

Die Autoren des Positionspapiers identifizierten vier Entwicklungslinien und sechs Forschungsfelder, die die künftige deutsche Wirtschaft und Arbeitswelt beeinflussen werden (Böhmann et al., 2020). bi.smart kann sich hierbei in den meisten Bereichen  wiederfinden und identifizieren. Besonders freut uns, dass wir mit unserem humanzentrierten Ansatz scheinbar auf genau der richtigen Spur sind. Ähnlich wie das Konsortium um DL2030 sind wir der Auffassung, dass ohne eine konsequente Nutzerorientierung kein erfolgreiches Angebot digitaler, „smarter“ Dienstleistungen möglich ist. Während sich traditionelle Ansätze vor allem darauf fokussieren, auf Basis eines bereits vorhandenen Datenpools datenbasierte Services zu entwickeln, haben wir das Ziel, den umgekehrten Weg zu gehen und beim Informationsbedarf des Nutzers zu starten. Nutzer können hierbei zum Beispiel auch Mitarbeitende sein, die Teil des co-kreativen Wertschöpfungsprozesses und Anwender von digitalen Dienstleistungen sind. Somit entwickelt sich der Kundenfokus weiter zu einem ganzheitlichen humanzentrierten Ansatz. Von dort aus werden Produkte so konzipiert und mit Sensorik ausgestattet, dass eine Erbringung der gewünschten datenbasierten Dienstleistungen möglich wird. Dieser Prozess folgt der Logik des agilen, nutzerzentrierten „Advanced Systems Engineering“ Paradigmas.

Damit möchten wir die klein- und mittelständischen Unternehmen in unserem Konsortium, aber auch darüber hinaus, fit machen für die digitale Innovation und Transformation in Dienstleistungssystemen. Sie sollen in Zukunft stärker Teil von geeigneten Ökosystemen sein, welche die Wertschöpfung von morgen bestimmen. Auch hier sehen wir starke Parallelen zu den Inhalten des Positionspapiers. Gerade das Forschungsfeld 2 mit dem Titel „Dienstleistungsinnovation und -wertschöpfung erfordern ein besseres Verständnis von Mechanismen in Ökosystemen“ zeigt Analysen und Fragen auf, die auch im Rahmen von bi.smart behandelt werden sollen. So sind auch wir der Auffassung, dass die Mechanismen innerhalb von Ökosystemen besser verstanden werden müssen, um langfristig auf dem Dienstleistungsmarkt bestehen zu können. Hierfür will bi.smart ganze Kompetenzmodule zu bisher wenig erforschten Fragestellungen der Dienstleistungsforschung konzipieren, zu denen auch die gemeinsame Serviceentwicklung in einem Ökosystem gehört. Letztendlich sollen diese Kompetenzen praxisorientiert durch das SMARTSYSTEM Launchpad an Unternehmen vermittelt werden.

Wir freuen uns mit unserer Forschung und den Lösungen einen relevanten Beitrag zur Erfüllung der Forschungs- und Handlungsfelder des Positionspapiers von DL2030 leisten zu können. Denn auch wir sehen, dass die Zukunft nur gemeinsam gestaltet werden kann – ob in Wertschöpfung, Forschung oder Gesellschaft.

Das gesamte Positionspapier des Projekt DL2030 findet sich hier.

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Die Dienstleistungswende ist in vollem Gange. Mit einem weltweit prognostizierten Wachstum von 31% zwischen 2019 und 2025 nimmt der Dienstleistungsmarkt eine immer bedeutendere Rolle ein (Western Union Company 2020). Während neue Technologien und Geschäftsmodelle der Datenökonomie den Wandel bereits einleiten, wird er durch externe Faktoren wie die COVID-19 Pandemie beschleunigt. Die vorherrschende Wertschöpfung steht damit in Frage – und ihre Zukunft vor neuen Herausforderungen.

Erster bi.smart Forschungsworkshop in Stuttgart am Fraunhofer IAO in Präsenz!

Die ersten Projektmonate waren prall gefüllt mit Aktivitäten, die einen klaren Fokus auf die Erhebung des Status-Quo bezüglich Produkt- und Serviceentwicklung in Unternehmen hatten. Umfangreiche Umfragen, Interviews und Workshops hatten das Ziel, sowohl bei den fünf bi.smart Anwendungspartnern, als auch bei einer Vergleichsgruppe die IST-Situation zu erfassen und zu dokumentieren.

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